Wissenswertes über die Wechseljahre

Die Wechseljahre kommen und gehen… so wie andere Phasen in unserem Leben auch. Es ist ein allmählicher Prozess, der sich über viele Jahre hinzieht. Wechseljahre treten nicht plötzlich über Nacht in dein Leben. Was passiert in deinem Körper in dieser Zeit? Verstehe die Veränderung und habe keine Angst davor, denn nicht jede Frau spürt alle Symptome und nicht alle Symptome beeinflussen dich gleich schwer.

Hier list Du Wissenswertes über den Ablauf der Wechseljahre.

Die Eizellen

Die Anzahl der Eizellen wird bereits bei der Geburt für das ganze Leben festgelegt und angelegt. Nur diese Anzahl kann im Laufe des Lebens verbraucht werden. In der Regel handelt es sich um ca. 1,4 Millionen Eizellen. Hiervon geht jedoch bereits in der Kindheit bis zum Beginn der Pubertät ein Großteil zugrunde, so dass zu diesem Zeitpunkt nur noch ca. 300.000 bis 400.000 Eizellen zur Verfügung stehen. Im Alter von ca. 37 Jahren sind nur noch 25.000 um im Alter von ca. 52 Jahren nur noch etwa 1.000 Follikel vorhanden. Dies sind Durchschnittswerte und können natürlich von Frau zu Frau variieren.

Der hormonelle Wechsel = die Wechseljahre

Mit zunehmendem Alter neigt sich der mit der Geburt angelegte Eizellenvorrat dem Ende zu. Lange Zeit bevor der Eizellenvorrat jedoch komplett versiegt, beginnen schon die ersten Funktionsstörungen im weiblichen Organismus. So unterliegen auch die Eierstöcke mit ihren Eizellen dem Alterungsprozess und ab einem Aalter von ca. 40 Jahren sind sie nicht mehr in der Lage, ihre Aufgaben in der bisherigen Intensität, Gleichförmigkeit und auch Berechenbarkeit auszuüben. Das Gleichgewicht innerhalb der Hormone verschiebt sich, die Produktion von Östrogen und Progesteron erfolgt in zu hohem oder zu geringem Ausmaß – das vorherige hormonelle Gleichgewicht gerät aus den Fugen und bedingt die unterschiedlichen Probleme und Symptome, die mit den Wechseljahren verbunden sind.

Die Prämenopause = Beginn der Wechseljahre

Die ersten Zyklus – Unregelmäßigkeiten treten bei den meisten Frauen zwischen dem 40. und 45. Lebensjahr auf. Das Heranreifen der Eibläschen ist gestört, die Eisprünge treten seltener auf, mit der Folge, dass Schwangerschaften nur noch in Einzelfällen erfolgen können. Die Zellwände produzieren nun generell weniger Hormone. In diesem Stadium ist eine geringe Progesteronproduktion gegeben, so dass hier auch von einer Gelbkörperschwäche gesprochen wird. Dafür wird viel FSH produziert, da der Körper die regelmäßige Eireifung aufrecht erhalten möchte. Dabei erfolgt die Umstellung der hormonellen Situation nicht schleichend und stetig, sondern in Schüben und wird daher von vielen Frauen auch deutlich wahrgenommen. Der Östrogenmangel zu Beginn des Zyklus macht sich durch erste Symptome wie z.B. Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Schlafstörungen, Gereiztheit, Schweißausbrüche und Hitzewallungen sowie mögliche depressive Verstimmungen, erkennbar. Spannungen, Schmerzen und gutartige Knoten in den Brüsten, Hautunreinheiten, unregelmäßig werdende Periode kündigen ebenfalls den Eintritt in die Wechseljahre an.

Die Perimenopause = Fortschreiten der Wechseljahre

Immer häufiger bleiben Eisprung und Blutungen aus, bis sie schließlich ganz versiegen. Doch zunächst reduziert sich die Häufigkeit des Eisprungs, die nicht geplatzten Eibläschen produzieren jedoch immer weiter Östrogene, sodass es zu einem deutlichen Östrogenüberschuss kommen kann. Es können längere Blutungen gegeben sein, aber auch längere Pausen zwischen den einzelnen Menstruationen. Die zu Beginn der Wechseljahre aufgetretenen Symptome können sich verstärken. In dieser Phase kann es bereits zu einem Rückgang der Knochendichte kommen, welches auf den progesteronmangel zurückzuführen ist. Der fachliche Begriff für diese Zeit beträgt Perimenopause (griechisch „per“= drumherum), es handelt sich hierbei um eine Zeitraum von 1-2 Jahren um die eigentliche Menopause herum. In dieser Phase findet der eigentliche hormonelle Wechsel statt.

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Die Menopause = Zeitpunkt der letzten Menstruation

Die Phase vom Beginn der Wechseljahre bis zum endgültigen Ausbleiben der Regel kann zwischen 5-10 Jahre dauern. Ist sie dann erreicht, so wird von der Menopause gesprochen. Der Zeitpunkt der Menopause ist jedoch aufgrund der unregelmäßigen Zyklen erst im Nachhinein bestimmbar. Durchschnittlich tritt die Menopause zwischen dem 50. und 52. Lebensjahr ein. Es gibt jedoch äußere Einflüsse, die beeinflussen können. Eher früher tritt die Menopause bei starken Raucherinnen ein, da im Tabak enthaltene Substanzen einen schädlichen Einfluss auf den Östrogen-Stoffwechsel oder die Eierstöcke ausüben. Auch Untergewicht, eine späte erste Regelblutung, eine operative entfernte Gebärmutter und Kinderlosigkeit sollen für einen früheren Eintritt der Wechseljahre sorgen. Da Östrogene auch im Fettgewebe gebildet werden, tritt die Menopause bei Übergewichtigen tendenziell später ein. Mit der Menopause ist die hormonelle Anpassung jedoch noch längst nicht abgeschlossen, aber die hormonelle Veränderung verläuft nun langsamer.

Tritt die Menopause vor dem 40. Lebensjahr ein, spricht man von der Prälatur Menopause. Von einer induzierten Menopause spricht man, wenn operativ beide Eierstöcke entfernt wurden; mit oder ohne Entfernung der Gebärmutter, bzw. bei Ausschaltung der Ovarialfunktion durch Chemotherapie oder Radiotherapie (Bestrahlung). Ein später Eintritt in die Wechseljahre erfolgt im Zeitraum nach dem 55. Lebensjahr.

Die Postmenopause = Zeitraum nach der Menopause

Nach der Menopause beginnt die Postmenopause. Noch ca. 10 Jahre nach der Menopause erfolgt die hormonelle Anpassung, in dem Sinne, dass die Östrogenproduktion zurückgefahren wird, bis die Eierstöcke um das 65. – 70. Lebensjahr ihre Produktion völlig einstellen. Durch den deutlichen Östrogenmangel der Postmenopause kommt es nun zu zahlreichen und auch ausgeprägten Reaktionen des weiblichen Organismus. Die Wechseljahre-Beschwerden lassen zwar nun mit der Stabilisierung des hormonellen Rückgangs nach, werden aber durch allgemeine Symptome unter anderem wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Gedächtnisstörungen, Konzentrationsschwäche, Faltenbildung, Störungen des Herz- Kreislauf-Systems, Osteoporose und einer Verschlechterung des Immunsystems abgelöst.

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Fazit

Die Wechseljahre sind dadurch gekennzeichnet, dass über einen längeren Zeitraum die unterschiedlichsten Anpassungsprozesse ablaufen. Vergegenwärtigt man sich die Auswirkungsfülle der rückgängigen Geschlechtshormonproduktion auf den menschlichen Organismus, so sind die unterschiedlichen und vielseitigen Beschweren während der Umstellungsphase nicht verwunderlich. Gleichwohl brauchen sie nicht einfach hingenommen werden. Ernährung, Ausdauertraining, Entspannung, Naturheilverfahren oder auch eine Hormonersatztherapie kann wirkungsvoll gegen einzelne Symptome helfen. Jedoch sollte der Fokus zuerst auf die Kombination Ernährung, Ausdauertraining, Entspannung und Naturheilverfahren gelegt werden und damit auf die Änderung der Lebensgewohnheiten mit einem positiven Mindset. Viele Beschwerden der Wechseljahre erfahren bereits hierdurch Linderung, wenn nicht gar Beseitigung.

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Heike .Wierzbitzki-square

Hallo, ich bin Heike.

Mit meinen Ausbildungen im Bereich

Medizin, ganzheitliche Ernährungsberatung, GesundheitscoachingWechseljahreberatung und  Entspannung stehe ich dir auf deinem Weg der persönlichen Veränderung

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